Die Bielefelder Dönergruppe Krispy Kebab echauffierte sich darüber, dass der Fast-Food-Riese Kentucky Fried Chicken (KFC) die Dönervariante „Krispy Kebab“ in ihrem Sortiment führte. Der Inhaber der Dönerkette, Sergen Kolcu, befürchtete Umsatzeinbußen, wenn Konsumenten davon ausgingen, „sein“ Produkt sei nun auch bei der Fast-Food-Kette zu haben. „Kebab Krispy“ ist eine Dönerkette, die ihre Waren an 17 Standorten anbietet, KFC verfügt weltweit über 32.000 Standorte. Gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) äußerte Kolcu: „Am Anfang war echt dicke Luft, keine Frage. Es ging um uns, um unseren Laden, um unseren Namen.“ Rechtsanwalt Markus Brock von der Sozietät SKW Schwarz, der Kolcu und „Krispy Kebab“ vertritt, bestätigte die zunächst zähen Verhandlungen: „Diese standen auf Messers Schneide, aber nach hartem Ringen haben wir doch eine Lösung gefunden.“
Diese sieht vor, dass KFC 500 Gutscheine für den Krispy Kebab bei Kolcu einkauft und Kunden, die an einem Fast-Food-Laden das Gericht ordern, einen solchen überreicht bekommen, den sie wiederum bei der Dönerkette einlösen. Mit einem zusätzlichen Umsatz in Höhe von 5.000 Euro rechnet Kolcu. Rechtsanwalt Schwarz bestätigte gegenüber der dpa, dass es sich bei den Gutscheinen um einen Teil eines Gesamtpaketes handele. Zu weiteren Angaben des Pakets gab es keine weiteren Informationen. Zur am Ende gütlichen Einigung trug auch der deutsch-libanesische Schauspieler Kida Khodr Ramadan bei, der in der Serie „4 Blocks“ einen Clanchef verkörpert. Er hatte die Streithähne via Instagram zur Beendigung des Konfliktes aufgerufen und persönlich vermittelt.
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