EU will europäische Stahlhersteller vor Importen schützen

News Redakteur

Das Europäische Parlament will die Stahlhersteller in der EU mit strengeren Import-Limits und Zöllen vor dem wachsenden Wettbewerbsdruck schützen. Zu diesem Zweck hat das Parlament härtere Regeln vor billiger Konkurrenz aus Asien, vor allem aus China, beschlossen. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa). Laut deren Angaben stimmte in Straßburg eine Mehrheit der Abgeordneten dafür, dass deutlich weniger Stahl zollfrei in die EU eingeführt werden darf und darüber hinausgehende Importe mit einem höheren Strafzoll als bisher belegt werden.

Vorausgegangen war dem Beschluss eine Abstimmung mit den Mitgliedstaaten, jetzt folgt die formale Annahme des Kompromisses, der in den neuen Regelungen mündet. Wie die dpa weiter ausführt, macht günstig importierter Stahl insbesondere aus China, Indien und der Türkei den europäischen Herstellern zu schaffen. Die Europäische Union will den europäischen Markt vor einer Überproduktion schützen – auch, um Arbeitsplätze erhalten zu können. Die bisher geltenden Regelungen sind noch bis zum 30. Juni dieses Jahres gültig. Nach den neuen Vorgaben wird die zollfreie Einfuhrmenge anschließend auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt sein. Das sind laut dpa rund 47 Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze überschreiten, belegt die EU mit einem Strafzoll von 50 Prozent, doppelt so hoch wie bisher. Die EU-Mitgliedstaaten müssen den neuen Regelungen nun auch noch formell zustimmen.

Copyright Bild: IMAGO / Zoonar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert