Nach Pieper-Insolvenz: Weg frei zur Übernahme

News Redakteur

Die Parfümerie Pieper, die deutschlandweit als größte inhabergeführte Parfümerie-Kette galt, hat das Insolvenzverfahren erfolgreich hinter sich gebracht. Den Verantwortlichen gelang es damit auch, die drohende Zerschlagung zu verhindern. Nun übernehmen französische Investoren, meldet die Deutsche Presse Agentur (dpa). Neuer Eigentümer von Pieper soll die AIH Holding der französischen Unternehmerfamilie Konckier sein, die in Frankreich und Deutschland mit Parfums handelt und auch in der Parfümerieproduktion tätig ist. Es ist geplant, den Betrieb an der bisherigen Firmenzentrale fortzusetzen. Pieper hatte sich bereits positiv über den französischen Käufer geäußert. Die bisherige Eigentümerfamilie zieht sich aus der operativen Geschäftsführung zurück.

Das deutsche Unternehmen, das laut eigenen Angaben 770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, teilte am Firmensitz im nordrheinwestfälischen Herne mit, dass die Gläubiger dem Insolvenzplan zugestimmt haben und die Sanierung damit erfolgreich abgeschlossen ist. Von den bisher existierenden 122 Filialen sollen 115 fortbestehen und „der weit überwiegende Teil der Arbeitsplätze erhalten bleiben“, heißt es weiter. Die meisten Filialen befinden sich in Nordrhein-Westfalen, weitere gibt es in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und weiteren Bundesländern. Pieper war 1931 in Bochum als Seifengeschäft gegründet worden. Firmenchef war bislang Oliver Pieper, der Urenkel der Firmengründerin Anna Pieper.

Mit den neuen Eigentümern und den neuen Geschäftsführern soll das Unternehmen „langfristig nachhaltig positive Ergebnisse erwirtschaften und seine Marktposition im stationären Parfümeriehandel in Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern weiter festigen“, so eine Mitteilung aus der Firmenzentrale in Herne.

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