Schufa will sich an der Geldwäschebekämpfung beteiligen

News Redakteur

Die Schufa möchte sich laut Angaben der Deutschen Presse Agentur neben der Kreditprüfung von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein zweites Standbein schaffen und aktiv Geldwäsche bekämpfen. Zu diesem Zweck übernimmt sie die Beratungsgesellschaft Strateco aus Bad Homburg mit ihren rund 160 Beschäftigten. Diese arbeitet bereits seit Jahren mit der Schufa zusammen und unterstützt Banken in Fragen der Regulatorik. Aus dem Headquarter der Schufa in Wiesbaden heißt es, dass man mit der Übernahme auf steigende Anforderungen im Zusammenhang mit der Geldwäschebekämpfung reagieren will. Vor etwa einem Jahr nahm die europäische Anti-Geldwäschebehörde AMLA in Frankfurt am Main ihre Arbeit auf. Die Anforderungen führten zu mehr Komplexität bei Daten und Prozessen sowie zu einer höheren Prüffrequenz. Die Schufa wolle sich mit der Übernahme als nationaler Anbieter positionieren und etwa deutsche Niederlassungen internationaler Banken in europäische Märkte begleiten, heißt es weiter.

Wie die dpa weiter berichtet, will die Schufa ihre auf Identitätsprüfungen spezialisierte Tochtergesellschaft ClariLab mit Strateco unter dem Dach der neuen „Schufa Compliance Suite“ vereinen. ClariLab verfügt aktuell über einen Kundenstamm von rund 400 Banken. Zum Kaufpreis machten beide Unternehmen bis dato keine Angaben. Geldwäsche ist ein großes Problem, insbesondere in Deutschland, wo anders als in vielen anderen Ländern noch viel Bargeld als Zahlungsmittel eingesetzt wird. Tanja Birkholz, Vorstandschefin der Schufa, schätzt, dass in der Bundesrepublik pro Jahr „mehr als 100 Milliarden Euro illegal in den Geldkreislauf geschleust“ werden. Banken müssen von Gesetzes wegen Verdachtsfälle von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung melden.

Copyright Bild: IMAGO / Zoonar

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