Die geplante Übernahme der MediaMarktSaturn-Mutter Ceconomy durch die chinesische JD.com hat die Europäische Kommission auf den Plan gerufen, die aktuell mögliche Wettbewerbsverstöße aufgrund drittstaatlicher Subventionen prüft. Basis für die Prüfung ist die seit Juli 2023 geltende Drittstaatensubventionsverordnung. Die EU-Kommission prüft auf Basis der seit 2023 geltenden Drittstaatensubventionsverordnung, ob Subventionen von Staaten außerhalb der EU zu einer Verzerrung des Wettbewerbs im Binnenmarkt führen, hier konkret aus China. Jetzt meldet die Deutsche Presse-Agentur, dass China der EU wegen der Untersuchung mit Gegenmaßnahmen droht: Sollte die EU an ihrem Vorgehen festhalten, werde Peking entschlossen reagieren, teilte das chinesische Justizministerium laut Angaben der dpa mit. China hat bereits Organisationen und Einzelpersonen verboten, die EU bei bestimmten Auskunftsersuchen in China zu unterstützen. Das Justizministerium in der Hauptstadt warf Brüssel vor, umfangreiche und unnötige Informationen aus China verlangt zu haben.
JD.com ist Teil einer Unternehmensgruppe, die einen Marktplatz für Elektronikartikel in China betreibt. Im Raum stehen Vorwürfe im Hinblick auf günstige Finanzierungen, Steuervergünstigungen und Zuschüsse. Das Unternehmen selbst hatte Bedenken bereits zurückgewiesen. Ein Sprecher der EU-Kommission verwies auf die Bedeutung gleicher Wettbewerbsbedingungen beim Eigentümerwechsel. Ziel sei es, dass „alle in der EU tätigen Unternehmen, einschließlich chinesischer Unternehmen, gleich behandelt werden und unter gleichen Bedingungen konkurrieren.“ Wie die dpa weiter berichtet, bewertet das Angebot des chinesischen Onlinehändlers Ceconomy mit rund 2,2 Milliarden Euro. Bereits freigegeben hatte die Übernahme kürzlich das Bundeskartellamt, damit hat die Prüfung seitens der Kommission aber nichts zu tun.
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