Die niederländische Datenschutzbehörde AP hat dem Fahrdienstleister Uber wegen Verstoßes gegen europäische Datenschutzregeln eine Geldbuße in Höhe von 825 Millionen Euro aufgebrummt. Das meldet heute die Deutsche Presse-Agentur. Begründet wird die Bestrafung damit, dass das Unternehmen zwischen 2020 und 2022 Konten von Fahrern automatisch gesperrt, diese aber nicht in ausreichender Weise über die automatisierte Entscheidungsfindung informiert hat. Die Datenschutzbehörde teilte mit, dass Uber diese Praxis zwischenzeitlich beendet hat.
Die dpa beruft sich auf Angaben der Behörde, dass nach den europäischen Datenschutz-Regeln solche einschneidenden Entscheidungen nicht vollständig automatisiert erfolgen dürfen. Außerdem habe der Fahrdienstleister das Auskunftsrecht der Fahrer verletzt. Die Höhe der Geldbuße rechtfertigte die Behörde damit, dass es sich um einen schwerwiegenden Fall handele. Uber hingegen hat bereits angekündigt, gegen die Geldbuße vorzugehen. „Wir lehnen diese Entscheidung und die unverhältnismäßig hohe Geldstrafe entschieden ab und werden dagegen Berufung einlegen“, sagte ein Unternehmenssprecher. „Die AP hat Richtlinien aus der Vergangenheit geprüft, die bereits vor Jahren außer Kraft gesetzt wurden.“
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