Musk geht nicht mehr wegen Siri gegen Apple vor

News Redakteur

Vor gut einem Jahr hat Elon Musk Apple und OpenAI vor Gericht verklagt – er warf den beiden Unternehmen wettbewerbswidriges Verhalten vor. Er begehrte das Verbot der Kooperation zwischen den beiden sowie Schadenersatz. Der Grund: Apple bevorzuge ChatGPT auf seinen i-Phone-Modellen und behindere andere Chatbots. Davon sei auch seine Software Grok betroffen. Aufgrund des Anteils von 65 Prozent auf dem US-Smartphone-Markt von Apple sowie des Anteils von 80 Prozent von OpenAI bei den KI-Chatbots sei das ein massiver Eingriff in den Wettbewerb. Jetzt hat die Deutsche Presse-Agentur erfahren, dass Musk seine Klage gegen Apple zurücknimmt. Die dpa zitiert aus den Gerichtsunterlagen, die Vorwürfe gegen Apple seien ausgeräumt – eine Begründung dafür gibt es nicht.

Die Klage gegen OpenAI hält der Tech-Milliardär aufrecht. Musk war einst selbst Investor bei OpenAI, mittlerweile befindet er sich seit Jahren mit dessen Chef Sam Altmann im Streit. Musk warf Altmann vor, das ursprünglich als gemeinnützige Organisation angelegte Unternehmen widerrechtlich in eine auf Profit ausgerichtete Firma umgewandelt zu haben – Altmann soll davon kräftig profitiert haben. Vor Gericht scheiterte Musk mit seinen Vorwürfen.

2024 stellten Apple und OpenAI ihre Kooperation der Öffentlichkeit vor. Sollte die Apple-Sprachassistentin Siri bei einer Frage einmal nicht weiterwissen, sollte diese an ChatGPT weitergereicht werden. Wie die dpa weiter berichtet, fällt Musks Rückzieher gegenüber Apple zeitlich in die Nähe der Vorstellung der neuen Version von Siri. Apple hat die Sprachassistentin mithilfe künstlicher Intelligenz weiterentwickelt – Googles Gemini diente als Basis für einige neue Funktionen. Musks Software Grok war Gegenstand massiver Kritik: Sie enthielt antisemitische Äußerungen und verursachte mit Lob für Adolf Hitler große Unruhe weit über die Branche hinaus. Musk redete sich seinerzeit mit Programmierfehlern heraus.

Copyright Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire

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