Apple soll wegen Patentrechtsverletzungen 5,7 Milliarden US-Dollar zahlen

News Redakteur

Apple soll die Patentrechte eines anderen Unternehmens verletzt haben. Ein Geschworenengericht in San Diego, Kalifornien, verurteilte den Technologiekonzern deshalb zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 5,7 Milliarden US-Dollar. Apple kündigte an, gegen das bisher härteste Urteil dieser Art in den Vereinigten Staaten Berufung einzulegen. Geklagt hatte das in San Diego beheimatete Unternehmen Taction Technology, das sich auf Haptik- beziehungsweise Vibrationsfeedback-Technologie spezialisiert hat. Genutzt werden diese unter anderem in Kopfhörern und Gaming-Headsets. Apple soll die Technologie allerdings ohne Zustimmung Tactions und ohne entsprechende Lizenzen auch zur Steuerung des haptischen Feedbacks in iPhones und Apple Watches verwendet und damit zwei Patente verletzt haben. Nutzer der Endgeräte spüren über den Vibrationsalarm ein Feedback.

Die Reaktionen auf das Urteil mit der hohen Schadensersatzsumme fallen erwartungsgemäß unterschiedlich aus. Apple dankte gegenüber dem Nachrichtensender CNBC zwar der Jury für ihre Prüfung, ist „mit dem heutigen Urteil und der zugesprochenen Schadensersatzsumme, die durch die Fakten in keiner Weise gestützt wird, überhaupt nicht einverstanden“. Lance Yang, der prozessführende Rechtsanwalt von Taction, sagte ebenfalls gegenüber CNBC: „„Wir freuen uns, dass die Jury zugunsten von Taction entschieden und dessen Patentrechte bestätigt hat. Taction hat fünfeinhalb Jahre darauf gewartet, dass dieser Fall vor Gericht kommt – es hat also lange gedauert.“ In der Tat war die Klageeinreichung bereits 2021 erfolgt.

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