Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dürfte die geplante Megahochzeit in Hollywood wenn überhaupt dann mit weiterer Verspätung stattfinden: Eine Richterin in den Vereinigten Staaten setzte den Prozess im Zusammenhang mit Wettbewerbsklagen von zwölf US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft gegen die Übernahme von Warner Brothers durch Paramount auf März des kommenden Jahres an. Das bedeutet, dass der Deal für Paramount noch mehr Kosten verursachen wird als die ohnehin bisher kolportierten 111 Milliarden US-Dollar. Um die Konkurrenz von Netflix auszustechen, hatten die Verantwortlichen bei Paramount den Aktionären von Warner Brothers zusätzliche Zahlungen in Höhe von 650 Millionen pro Quartal zugesagt, wenn die Übernahme nicht bis Ende September 2026 über die Bühne gegangen ist. Nun kommen – sollte der Deal dann Ende März 2027 perfekt sein – noch einmal rund 1,3 Milliarden US-Dollar hinzu.
Warner Brothers könnte das Geschäft nunmehr allerdings auch mittels Kündigung komplett scheitern lassen, ursprünglich wollten die Unternehmen Anfang Juni dieses Jahres alles unter Dach und Fach haben. Dann würde eine Vertragsstrafe in Höhe von sieben Milliarden Dollar fällig werden. Der Deal birgt einige Brisanz, und das nicht nur aus wettbewerbsrechtlicher Sicht. Zu Warner Brothers gehört der Nachrichtensender CNN. Kritiker des Deals befürchten, dass der Sender bei einer erfolgreichen Übernahme seine redaktionelle Unabhängigkeit verliert. Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer Trumps bekannt ist. Es war keine Sensation, dass die US-Regierung das Geschäft bereits durchgewunken hat. Für den europäischen Markt hatte die EU-Kommission vor kurzem grünes Licht für die Übernahmepläne gegeben.
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