Die deutsche Bundesregierung wehrt sich gegen die Übernahme des Hamburger Transportunternehmens Konrad Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Bericht des Handelsblatts. Nachdem bereits der Verfassungsschutz vor der Übernahme gewarnt hatte, äußert nun auch das Kabinett erhebliche Sicherheitsbedenken. Es bestehe die Gefahr von Abhängigkeiten, die als Druckmittel genutzt werden könnten, zitiert die dpa.
Aus diesem Grund untersucht das Bundeswirtschaftsministerium die Übernahme in einem sogenannten Investitionsprüfverfahrens. Aus den Reihen der Konrad Zippel GmbH heißt es lediglich, dass man die Entscheidung der Bundesregierung zur Kenntnis genommen habe. Antragstellerin des Verfahrens sei Cosco, der eigene Geschäftsbetrieb laufe ohne Änderungen weiter. Auch das Bundeskartellamt war bereits mit dem Vorgang beschäftigt. Die Bonner Behörde hatte Ende Februar dieses Jahres grünes Licht für den Erwerb von 80 Prozent der Anteile der Zippel gegeben. Ende April meldete das Bundesamt für Verfassungsschutz Bedenken gegen die Übernahme an.
Das Hamburger Unternehmen ist Warenzulieferer für die Seehäfen in Hamburg und in Bremerhaven. Rund 350 Beschäftigte sind laut dpa für die Lieferung per Zügen, Schiffen und Lastwagen zuständig. Cosco ist gemessen an der Transportmenge eine der größten Reedereien der Welt und mit knapp 25 Prozent am Containerterminal Tollerort am Hamburger Hafen beteiligt. Und schon dieser Einstieg im Jahr 2023 war Ursache für eine Debatte über den Einfluss der Volksrepublik China auf kritische Infrastrukturen der Bundesrepublik Deutschland.
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