Finanzinvestor Lone Star kauft Kunststofftechniksparte von Continental

News Redakteur

Continental verkauft seine Kunststofftechniksparte Contitech und wird zu einem reinen Reifenhersteller. Das meldet die Deutsche Presseagentur (dpa). Mit dem Finanzinvestor Lone Star mit Headquarter in Dallas/Texas ist ein Käufer des Unternehmensbereiches gefunden. Der Wert der Sparte ist im Kaufvertrag laut dpa mit vier Milliarden Euro angegeben. Wie es aus der Firmenzentrale von Continental in Hannover heißt, sollen dazu noch mögliche erfolgsabhängige Komponenten in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro kommen, die sich auf die nächsten Jahre verteilen. In trockenen Tüchern ist die Übernahme noch nicht, es stehen noch behördliche Genehmigungen aus. Vor allem die Kartellbehörden müssen erst noch grünes Licht geben.

Contitech stellt Schläuche, Antriebsriemen und Förderbänder für die Industrie her. Im vergangenen Jahr hatte die Continental-Tochter laut Angaben der dpa bereits Werkschließungen in mehreren Bundesländern angekündigt. Zuletzt beschäftigte die Sparte mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, davon etwa 7.700 in Deutschland. Den Großteil der Einnahmen will Continental an die Aktionäre weitergeben. 2,5 Milliarden Euro des erwarteten Mittelzuflusses von rund 3,1 Milliarden Euro sollen entweder in Form einer Sonderdividende oder über den Rückkauf von Aktien und eine außerordentliche Ausschüttung an die Anteilseigner fließen, teilte Continental der dpa mit.

Bereits am Freitag hatte der Reifenhersteller bekanntgegeben, dass Vorstand und Aufsichtsrat dem Abschluss eines Kaufvertrages auf Basis einer Unternehmensbewertung von vier Milliarden Euro zustimmten. Continental hatte den Spartenverkauf schon vor längerem angekündigt. Der Konzern hat bereits seine Autozuliefersparte Aumovio abgespalten.

Copyright Bild: IMAGO / Zoonar

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