Laut einer Meldung der Deutschen Presse Agentur will Großaktionär Frasers Group den schwäbischen Modehersteller Hugo Boss übernehmen. Das britische Unternehmen will im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 38 Euro je Boss-Aktie bieten, wie das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss mitteilte. Das Angebot gilt für alle Aktien, die Frasers nicht bereits selbst besitzt. Zuletzt kamen die Briten auf einen direkten Anteil von 25 Prozent. Die Hugo-Boss-Aktie sprang nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate nach der Mitteilung um zeitweise mehr als sechs Prozent auf über 38 Euro nach oben.
Wie die dpa weiter meldet, war es zuletzt zwischen den Verantwortlichen der Frasers Group und der Führungsspitze der Hugo Boss AG zu Unstimmigkeiten gekommen. Frasers hatte Aufsichtsratschef Stephan Sturm im Dezember des vergangenen Jahres das Vertrauen entzogen. Streit gab es unter anderem um die Dividendenzahlung. Am Donnerstag ruderte Frasers laut dpa aber zurück und versprach Sturm Unterstützung für seine Dividendenpolitik.
In einer Stimmrechtsmitteilung aus dem Juli vergangenen Jahres hieß es, dass Frasers auch über Finanzinstrumente für Hugo-Boss-Aktien verfüge. Bei Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Anteile müsste Frasers ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre unterbreiten.
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