Jugendcheck bei Gesetzgebungsvorhaben in Berlin

News Redakteur

Einen ungewöhnlichen Weg schlägt die Berliner Politik ein: Sämtliche Gesetze und politischen Vorhaben unterliegen künftig einem sogenannten Jugendcheck. Das bedeutet, dass diese im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf nachfolgende Generationen haben. Das teilte die Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch von der CDU nach einer Senatssitzung mit. Die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Ziel ist es, die Perspektive junger Menschen frühzeitig im Gesetzgebungsverfahren zu berücksichtigen und eine generationengerechte Politik zu fördern.

Laut ihren Angaben ist dieses Vorhaben Teil eines weitreichenden Programms: Berlin soll attraktiver für Kinder und Jugendliche werden. Als weitere Maßnahme kündigte sie die Einrichtung einer Jugendwohnagentur an, die junge Menschen bei der Wohnungssuche unterstützt, die aus Pflegefamilien oder Heimen kommen. Sie sollen Wohnraum finden und bezahlen können. „Auf diese Weise sollen Wohnungslosigkeit verhindert, gesellschaftliche Teilhabe gestärkt und die Voraussetzungen für Ausbildung, Beruf und ein eigenständiges Leben verbessert werden“, sagte Günther-Wünsch. Berlin tritt zudem der internationalen Initiative „Kinderfreundliche Kommunen“ bei. Das geht einher mit der Verpflichtung, die UN-Kinderrechtskonvention als verbindlichen Maßstab für das Handeln aller Senatsverwaltungen zu verankern.

Foto: Thanks to César O’neill on Unsplash

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