Die Meldungen um die geplante Warner-Brothers-Übernahme durch Paramount reißen nicht ab. Das US-amerikanische Justizministerium segnete den Deal ebenso ab wie die EU-Kommission – letztere aber immerhin mit einigen Auflagen, Paramount müsste aus dem gemeinsamen Vertrieb von Kinofilmen in Europa mit Universal Pictures aussteigen. Erhebliche wettbewerbsrechtliche Bedenken haben indes zwölf Bundesstaaten in den USA, auch die Drehbuchautoren-Gewerkschaft steht dem Abschluss des Geschäfts kritisch gegenüber. Ein US-Gericht hat den Deal bis Mitte August ausgesetzt, berichtet die Deutsche Presse Agentur, um über die Forderung der demokratisch regierten Bundesstaaten und der Drehbuchautoren nach einer einstweiligen Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme zu entscheiden. Dabei signalisierte die entscheidende Richterin, dass sie die Wettbewerbsbedenken durchaus ernst nimmt. Die Folge: Paramount setzt den Kauf vorerst aus. Die mehr als 100 Milliarden Dollar schwere Übernahme soll erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden, zitiert die dpa aus Gerichtsunterlagen.
Für den Käufer könnte dieser Aufschub teuer werden, wie die dpa weiter berichtet: Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr kosten. Die beiden Parteien setzten sich eine Frist für den Abschluss des Kaufs. Der 4. Juni 2027 soll die Deadline sein. Sollte die Übernahme doch noch platzen, zahlt Paramount Warner Brothers eine Vertragsstrafe in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar.
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