Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur übernimmt das Kölner Energieversorgungsunternehmen Rheinenergie das Geschäft für Energiedienstleistungen des baden-württembergischen Versorgers EnBW. Dazu zählen rund 200 Anlagen und 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit erweitert der Versorger seine Kapazitäten auf circa 800 Anlagen und 1.100 Megawatt installierte Leistung. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die dpa geht von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus. Berichte über den Deal waren bereits im Handelsblatt erschienen.
Zu dem erworbenen Geschäftsbereich gehören die Beratung, Planung, Finanzierung und der Bau, Betrieb sowie die Instandhaltung von Anlagen zur Energieerzeugung. Das betrifft Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Gaskessel und Blockheizkraftwerke für Business-Kunden. Rheinenergie gehört damit nach eigenen Angaben künftig zu den größten regionalen Energiedienstleistern in Deutschland. Das kommunale Unternehmen versorgt in und um Köln rund 2,4 Millionen Menschen mit Strom, Gas, Wasser und Wärme. Zudem liefert es Strom und Erdgas bundesweit.
EnBW versorgt rund 5,5 Millionen Menschen. Vor zwei Monaten war allerdings bekannt geworden, dass der Gewinn im ersten Quartal gegenüber dem gleichen Zeitraum im letzten Jahr um mehr als die Hälfte eingebrochen ist. Aus der Firmenzentrale in Karlsruhe heißt es, dass die Erlöse aus den Erneuerbaren Energien geringer ausgefallen sind. Außerdem habe der Verkauf eines Braunkohlekraftwerkes für ein rückläufiges Ergebnis gesorgt.
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