Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat eine Umfrage unter deutschen Unternehmen geführt. Rund 1.300 Betriebe haben daran teilgenommen. Ein zentrales Resultat: Viele Unternehmen fordern eine härtere europäische Handelspolitik gegenüber China. Es berichtet die Deutsche Presse-Agentur. 55 Prozent der Befragten würden diese sogar dann begrüßen, wenn es dem eigenen Unternehmen schaden würde. Zwei Drittel jedenfalls spüren wachsende Konkurrenz aus dem Reich der Mitte, 35 Prozent der befragten Unternehmen empfinden den Druck bereits jetzt als stark oder sehr stark. Insbesondere die Industrie stöhnt auf: 83 Prozent gaben an, immer stärker in den Wettbewerb mit China zu geraten. Wobei Volker Treier, Chefanalyst bei der DIHK einschränkt: „Mehr Konkurrenz bedeutet nicht automatisch weniger China-Geschäft. Für die Unternehmen geht es darum, sich zu behaupten und zugleich dort weiter zusammenzuarbeiten, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist.“
Wer mit seinem Geschäft keinen direkten Bezug zu China hat, sieht das naturgemäß anders – und das bestätigt auch die Studie. Über 60 Prozent nehmen keine wachsende Konkurrenz wahr. Da heißt es, dass chinesische Produkte auf dem deutschen Markt nicht konkurrenzfähig seien. Und nur ein Viertel der Befragten möchte, dass die Europäische Union Handels- und Investitionshürden gegenüber China abbaut. Der Ruf nach einem geschlossenen außenwirtschaftlichen Auftreten der Europäischen Union bleibt deutlich hörbar, gut zwei Drittel der deutschen Unternehmen sehen darin die beste aller abgefragten politischen Maßnahmen. Konkurrenzdruck erhöht aber offenbar auch die Eigeninitiative. 60 Prozent der Unternehmen entwickeln neue Produkte, 50 Prozent senken die Kosten und 39 Prozent suchen neue Absatzmärkte.
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