US-Finanzinvestor kauft Lacksparte von BASF

News Redakteur

Die EU-Kommission hat der Übernahme der Lacksparte von BASF durch den US-amerikanischen Finanzinvestor Carlyle zugestimmt, allerdings unter Auflagen. Die Prüfung des Kaufes fand nach den Bestimmungen der EU-Fusionskontrollverordnung statt. Voraussetzung für die Zustimmung zu dem Deal ist, dass sich die Amerikaner das weltweite Polysulfid-Geschäft des Spezialchemieunternehmens Nouryon trennen. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) mitteilt, wollen die europäischen Wettbewerbshüter damit den Wettbewerb im Bereich der Dichtstoffe in der Luft- und Raumfahrt und der Polysulfide als dafür entscheidendem Ausgangsstoff sichern.

Demnach ist Nouryon nur einer von zwei Anbietern weltweit, die diese Polysulfide im Portfolio haben. Daraus resultiert eine entsprechende Marktmacht. Polysulfide seien für die Herstellung von Dichtstoffen in der Luft- und Raumfahrt notwendig. In diesem Markt ist aber auch die Lacksparte von BASF beheimatet. Aus Sicht der EU-Kommission hätte das fusionierte Unternehmen wahrscheinlich die Möglichkeit und den Anreiz gehabt, den Zugang der Wettbewerber von BASF Lacke zu den Polysulfiden für Dichtstoffe in der Luft- und Raumfahrt zu beschränken, berichtet die dpa. Außerdem könnte es wirtschaftlich sensible Informationen zum Nachteil des Wettbewerbs nutzen.

BASF und Carlyle hatten den Deal bereits im vergangenen Oktober angekündigt. Für die Sparte wurde ein Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro angesetzt. Zum Geschäftsbereich gehören etwa Fahrzeugserien- und Autoreparaturlacke sowie Oberflächentechnik. BASF will demnach 40 Prozent an der Sparte behalten. Dem Konzern sollen 5,8 Milliarden Euro vor Steuern in bar zufließen.

Copyright Bild: IMAGO / Zoonar

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