Beim Arbeitsgericht in Erfurt sind in den vergangenen Wochen 109 Klagen gegen Zalando eingegangen. Eingereicht wurden diese von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des von der Schließung betroffenen Logistikzentrums von Zalando in der thüringischen Hauptstadt. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eigene Angaben des Gerichts. Ende Juli dieses Jahres hatte Zalando zahlreichen Angestellten gekündigt, das wollen viele Beschäftigte indes nicht auf sich sitzen lassen.
Das Gericht teilte weiter mit, dass die Verfahren sich auf alle sechs Kammern des Arbeitsgerichts verteilen. Zum Zwecke der gütlichen Einigung der Parteien seien bis November Termine anberaumt worden. Die ersten Güteverhandlungen soll es an diesem Freitag vor dem Arbeitsgericht geben, heißt es bei der dpa weiter. Die Schließung ist für Ende September vorgesehen, begründet hat der Dax-Konzern die Maßnahme mit einer Neuausrichtung des eigenen europaweiten Logistiknetzes nach der Übernahme des Modehändlers About You. Im nordhessischen Gießen ist jetzt ein neues Logistikzentrum geplant.
Die dpa berichtet, dass Anfang Juli nach monatelangem Tauziehen zwischen Betriebsrat und Management ein Sozialplan für die zuletzt noch mehr als 2.000 Beschäftigten in Erfurt vereinbart worden sei. Dafür war allerdings auch der Spruch einer Einigungsstelle notwendig. Die Finanzierung einer Transfergesellschaft, die Beschäftigten Unterstützung beim Übergang in eine andere Arbeit geben sollte, hatte Zalando verweigert.
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